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Helga Raschke und das Jahr 2008

Grußworte von Horst-Dieter Ritz zur Mitgliederversammlung am 04.07.2008.

Liebe Helga - wie wir erfahren haben, bist Du Dir dessen gar nicht so recht bewusst, welche bedeutenden Erinnerungsdaten das Jahr 2008 für Dich bereit hält und wie hoch wir Deine diesjährige Reise nach Graz schätzen!


v.l.n.r.: Kurt Raschke, Helmut Wettengl, Harry Vorreiter, Dieter Vogel, Dr. Helga Raschke (vorn), Ortrud Rennau, Günter Rennau, Erika Geßner, Carola Liebs, Klaus Kiel, Gudrun Ritz, Horst-Dieter Ritz, Werner Erlebach, Siegfried Stech

Zunächst erinnern wir uns an die Jahre 1988, 1968 und 1958. Wir schauen also 20, 40 und 50 Jahre zurück. Mit diesen Jahren verbinden sich Daten, die für Dein Leben prägend waren.

Vor 50 Jahren wurden Dir, liebe Helga, nach einem vierjährigen fachwissenschaftlichen Studium mit bestandenem Examen der Titel Museologin zuerkannt. Der Abschluss dieses Studiums war etwas völlig Neues. Zum ersten Mal galt diese Studieneinrichtung in der DDR der Qualifizierung für die Leitung von Heimatmuseen.

Vor 40 Jahren wurdest Du nach achtjähriger Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gothaer Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde mit Ekhof-Theater und damit verbundene Schauspiel- und Musikgeschichte zu dessen Fachdirektorin berufen.

Vor 20 Jahren hattest Du nach den Studienabschlüssen mit zwei Examen und Diplom den Doktor-Titel zuerkannt bekommen. Deine Dissertation mit dem Thema der Gothaer Sozialgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts hattest Du an der Akademie der Wissenschaften Berlin erfolgreich verteidigt und zugleich auch Deine Geburts- und Heimatstadt bekannt gemacht.

Deine Forschungsarbeiten waren heimatkundlichen Themen gewidmet, die gewissermaßen noch weiße Flecken im Geschichtsbild darstellten. Dazu zählten insbesondere die Erforschung und Aufarbeitung des Widerstandes gegen das Naziregime in und um Gotha. Du hast Dich konzentriert auf solche hervorragenden Persönlichkeiten wie

  • den Pädagogen Dr. Theodor Neubauer,
  • den Pfarrer Werner Sylten und
  • den Militär-Oberstleutnant Josef Ritter von Gadolla.

Mit Blick auf den 110. Geburtstag Gadollas im Januar 2007 hattest Du nach jahrelanger intensiver Arbeit Dein Buch "Josef Ritter von Gadolla und die letzten Kriegstage in Gotha" fertig schreiben können. Mit diesem Werk ist erstmals in solch umfangreichem Maße Einblick in die altösterreichische Adelsfamilie der Gadollas gegeben und besonders das Lebensbild von Josef Gadolla, des "Verdienten Bürgers der Stadt Gotha", exakt gezeichnet.

Nach der Veröffentlichung Deines Buches in Gotha war es Dein Wunsch, auch in Gadollas Heimatstadt Graz aufzutreten.

Dem Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch ist es vor allem zu verdanken, dass im Rahmen der Gedenkwoche zum Tag der Internationalen Menschenrechte ein Gedenktag für Gadolla mit eingerichtet wurde und Du vor einem breiten Publikum sprechen konntest.

Dieses Erlebnis stelltest Du in Deinen Nachbetrachtungen unter den Titel "Graz war mehr als eine Reise wert".

Aus Anlass Deiner diesjährigen Jubiläen und Deiner erfolgreichen Reise nach Graz ist der Gedanke geboren, Dich zu Deinem diesjährigen Geburtstag besonders zu überraschen.

Es entstand ein kleines Büchlein, mit dem Dir Deine Familie und auch wir vom Freundeskreis Leinakanal eine Freude machen wollen.

Liebe Helga, ich möchte Dir dieses kleine Büchlein überreichen und Dir alles Gute zu Deinem Geburtstag wünschen.

Laudator: Horst-Dieter Ritz (2.v.r.)

Zitat:

Der Geh. Baurat Albert Döll schrieb bereits 1922:
„Und doch war sein Bau für Gotha ein Segen und eine Großtat, die wohl verdient, sich näher mit ihr zu befassen.“

Denkmalschutzpreis 2008 (Bericht)

Leinakanal-System

Leinakanal : vollendet 1369

Flößgraben:
Bau : 1647-1653
Ausbau : 1697-1698
Erweiterung : 1709-1710


Dieter Vogel - Ehrenmitglied seit Juni 2007