Sie befinden sich gerade auf folgender Seite: Home » Vereinsarbeit » Lobbyarbeit » Subbotnik am Aquädukt 2010

Vom Aquädukt und seinem Schicksal

Schlingelfreunde sammeln Müll und enthüllen ein Denkmal

Die Enthüllung des Gedenksteins bildete den krönenden Abschluss des Subbotniks am Aquädukt. Foto: W. Möller

Nur zwei halb gefüllte Müllsäcke waren die Ausbeute der Sammelaktion des Freundeskreises Leinakanal. Diesmal war am Freitag, den 16.4.2010 Subbotnik an der Kanalbrücke über der ehemaligen Eisenbahnline Berlin – Frankfurt/M. Ob die Leute disziplinierter geworden sind oder ob der lange Winter dem Ergebnis geschuldet war, sei dahingestellt.

Das geringe Müllaufkommen und der schwache Wildwuchs kamen diesmal ganz recht, denn es stand noch ein kleiner Höhepunkt auf dem Programm: die Enthüllung eines Gedenksteines. Ein Schelm, wer Schlechtes denkt und den Granitquader in die Nähe eines Grabsteins rückt. Das Kulturdenkmal Aquädukt soll ja noch lange stehen, was jedoch ohne die längst überfällige Sanierung zu bezweifeln ist.

Der Gedenkstein ist eine Gemeinschaftsaktion Sundhäuser Heimatfreunde und Handwerker. Steinmetzmeister Möller senj. spendierte den rohen Granit, Malermeister Fliedner entwarf den gotischen Schriftzug und Steinmetzmeister Möller jun. transportierte das Viertel Tonnen schwere Stück zum eisenbahneigenen Grund am Aquädukt in der Nähe des Dükereinlaufs. Die Netzagentur der Deutschen Bahn hatte dem Projekt zugestimmt. Das Ganze stand unter Regie des Eisenbahners i.R. und Leinakanalfreundes Günter Walter. Er hatte die Idee und meißelte eigenhändig die Buchstaben ein.

Zitat:

Der Geh. Baurat Albert Döll schrieb bereits 1922:
„Und doch war sein Bau für Gotha ein Segen und eine Großtat, die wohl verdient, sich näher mit ihr zu befassen.“

Denkmalschutzpreis 2008 (Bericht)

Leinakanal-System

Leinakanal : vollendet 1369

Flößgraben:
Bau : 1647-1653
Ausbau : 1697-1698
Erweiterung : 1709-1710


Dieter Vogel - Ehrenmitglied seit Juni 2007