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Die Zollstation am Aquädukt

Zu Himmelfahrt offerieren die Leinakanalfreunde Geschichten und Literatur


Vereinsvorsitzender der Leinakanalfreunde Wolfgang Möller an der „Zollstation“ des Aquädukts. Foto: M. Möller

Leina/Sundhausen. (tlz/ole) „Ja, ja, wir wissen schon, erst wenn wir eure Geschichte gehört haben, dürfen wir passieren.“ Mit diesen Worten begrüßten einige Radler die Mitglieder des Freundeskreises Leinakanal am Aquädukt nahe der zwischen Sundhausen und Leina gelegenen Eisenbahnstrecke. Diese Vatertagsausflügler kommen jedes Jahr zu Himmelfahrt dort vorbei, wo die Schlingelfreunde ihre „Zollstation“ aufgebaut haben. Zweck der Übung ist es, das faszinierende Leinakanalsystem mit der denkmalgeschützten Kanalbrücke einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und etwas für seine Erhaltung beizutragen.

In diesem Jahr gab es einige Neuerungen. Weniger am Aquädukt selber. Dieser rostet mit dem Schinkelschen Gusseisengeländer weiter vor sich hin und lässt das Wasser durch die undichten Fugen rinnen. Vielmehr konnten die zahlreichen Wanderer den kürzlich aufgestellten Gedenkstein bewundern. Auf dem Info-Tisch lagen diesmal nicht nur Karten, Flyer und Broschüren, sondern auch ein dickes Buch. Das Standardwerk zum Leinakanal und zum Flößgraben war im Dezember erschienen und erfreut sich seitdem allseitiger Zustimmung. Es ist ein tiefgründiger Fundus für alle Natur- und Heimatfreunde, für Regionalgeschichtsforscher und für Technikfreaks.

Zitat:

Der Geh. Baurat Albert Döll schrieb bereits 1922:
„Und doch war sein Bau für Gotha ein Segen und eine Großtat, die wohl verdient, sich näher mit ihr zu befassen.“

Denkmalschutzpreis 2008 (Bericht)

Leinakanal-System

Leinakanal : vollendet 1369

Flößgraben:
Bau : 1647-1653
Ausbau : 1697-1698
Erweiterung : 1709-1710


Dieter Vogel - Ehrenmitglied seit Juni 2007